Großereignisse werfen bekanntlich ihre Schatten voraus. So auch die Federfußball-Weltmeisterschaft, die zum zweiten Mal nach 2002 in Hagen stattfinden wird. Vom 25. bis 29. August wird der deutsche Rekordmeister FFC Hagen die Titelkämpfe in der Sporthalle Mittelstadt austragen.
„Die Ausrichtung der WM ist für uns als kleiner Verein eine finanzielle und organisatorische Herkulesaufgabe und gleichzeitig eine tolle Gelegenheit, unseren schönen Sport einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen“, so der FFC-Vorsitzende David Zentarra, der sich zusammen mit seinem Bruder Christopher Zentarra und Max Duchene sowie unterstützt durch den langjährigen Geschäftsführer Karsten-Thilo Raab federführend in die Organisation der Welttitelkämpfe einbringt.
Erwartet werden – je nach Qualifikation – u.a. die führenden Nationen der Welt. Dazu gehören Vietnam, wo Federfußball sogar Profisport ist, China, wo es mehr als eine Million Aktive gibt, sowie Hongkong, das als chinesische Sonderverwaltungszone eine eigene Nationalmannschaft stellt, sowie die europäischen Topnationen Ungarn und Frankreich. Auch die deutsche Nationalmannschaft, in deren Aufgebot wieder zahlreiche Akteure aus Reihen des FFC Hagen und von Flying Feet Haspe stehen werden, hofft, in der einen oder anderen Disziplin um eine Medaille mitspielen zu können.
„Es wäre natürlich ein Traum, wenn es uns gelungen würde, bei der Heim-WM Edelmetall holen zu können“, gibt sich David Zentarra, der selber bereits zweimal im Einzel und zuletzt 2024 bei der WM in China zusammen mit seinem Bruder Christopher Zentarra Bronze bejubeln durfte, vorsichtig optimistisch. Insgesamt werden bei der WM in sieben Disziplinen bei den Frauen und Männern die Titel und Medaillen vergeben werden.
In den vorläufigen WM-Kader des Deutschen Federfußballbundes wurden neben David Zentarra und Christopher Zentarra auch Max Duchene (alle FFC Hagen), Philip Kühne, Torben Nass (beide Flying Feet Haspe), Noah Wilke, Marius Koch (beide Vohwinkler STV), Ruben Kleinkorres, Matthis Brandwitte (beide TG Münster), Sven Walter (TV Lipperode), Ronny Helmut (MTV Braunschweig), Sem Kostrewa (CP Gifhorn) und Leonard Brugger (TV Bühlertal) berufen. Bei den Damen wurden Sarah Rüsseler (FFC Hagen), Franziska Oberlies, Jolin Tresp, Patricia Kovács (alle Flying Feet Haspe), Janina Kolmer, Vanessa Deutschendorf (beide MTV Braunschweig), Kathrin Zentarra, Lucia Vittoria Donnici (beide FFC Hagen), Maria Zachou (CP Gifhorn) und Birgit Woermann (TG Münster) als mögliche WM-Starterinnen benannt.
Kleine Kuriosum am Rande: Sarah Rüsseler und Sven Walter haben schon bei der ersten WM 2002 in Hagen die deutschen Farben vertreten.
Die Gesamtkosten der Veranstaltung summieren sich auf rund 65.000 Euro. Ein Teil der Summe wird über Start- und Eintrittsgelder abgedeckt. Wobei insbesondere Zuschaureinnahmen nur schwer zu kalkulieren sind. Daneben hofft der FFC Hagen noch den einen oder anderen Sponsor für die Ausrichtung der Weltmeisterschaft gewinnen zu können. Die Bezirksvertretung Mitte hat sich in ihrer Sitzung am Donnerstag dafür ausgesprochen, die Veranstaltung mit 2.500 Euro zu unterstützen.